Am 28. Mai ging es für 3 Juniorinnen aus unserem Team zur U19 Unihockey WM in Polen. Zur Unterstützung unserer Feldkircherinnen fuhr unser Trainer Vladimir Kulikov als Co-Coach mit. Nach einer Übernachtung in München und 8 Stunden Autofahrt kamen wir am Dienstagnachmittag im Hotel an. Nach einem kurzen Zimmerbezug holte uns der eigene Bus schon zum ersten Training ab. Wir mussten zur Halle in Babimost, wo 3 Spiele stattfanden, eine viertel Stunde fahren.

In der Halle erfreuten sich alle über den extra verlegten „Gerflor Boden“ und starteten sofort motiviert ins Training.

Am 30. Mai hatten wir dann unser erstes WM-Match gegen die doch sehr starken Gegnerinnen aus Deutschland. Da 5 Mädchen aus Wien und Villach erst am Mittwochmorgen nachreisen konnten und sie es nicht rechtzeitig schafften, mussten wir mit 11 Spielerinnen starten. Die Deutschen nutzen dies aus und konnten die Partie mit 14:1 für sich entscheiden.

Am Donnerstag hatten wir unseren spielfreien Tag, weil unsere Gegner aus Jamaika noch kurzfristig abgesagt haben. Somit nutzen wir dieses Training um unsere Fehler zu besprechen und zu verbessern. Am Nachmittag fuhren wir nach Zbaszyn, wo auch unser letztes Match stattfand und schauten uns weitere Spiele an: Finnland:Tschechien und Lettland : Polen. Bei diesen zwei Matches sah man, wie rasant und technisch perfekt ein Match ablaufen kann. Diese Matches werden wir in Erinnerung behalten und als Ziel vor Augen halten, um selber einmal Unihockey auf so hohem Level zu spielen können.

Hauptsächlich konzentrierten wir uns im Trainingslager auf unseren Gegner aus der Ukraine, auf die wir am Freitag trafen. Unsere Trainer sagten zwei Stunden vor dem Spiel zu uns: „Gewinnen wird die Mannschaft, die es mehr will und wir glauben an euch! Kämpft und zeigt was ihr könnt!“ Mit dieser Ansprache und mit dem Gedanken zum Sieg starteten wir konzentriert das Match. Wir konnten schlussendlich das Match mit 7:2 für uns entscheiden. Auch eine Spielerin aus Feldkirch, Lisa Schwendinger, konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Auf der Heimfahrt von der Halle zum Hotel wurde im Bus über den Sieg gesungen und so manche realisierten erst dann den Gewinn.

Top motiviert starteten wir am Samstag ins Match gegen Kanada. Vor diesem Match hatten wir den größten Respekt, da die Kanadierinnen Eishockeyspielerinnen waren. Doch sie spielten Fair und man konnte selber ein wenig härter ran gehen. Doch leider entschied Kanada die Partie mit 14:2. Doch bei diesem Match konnte sich ebenfalls eine Feldkircherin hervorheben. Nicole Plank wurde zum „Best Player of the game“ gekürt.

Fast am Ende der Kräfte durften wir in der großen Halle, in der das Spiel live bei YouTube übertragen wurde, unseren Gegnerinnen aus Norwegen gegenüber stehen. Die Norwegerinnen waren uns technisch und konditionell sehr überlegen und beendeten das Match mit 21:0 für sie. Was uns am meisten erfreute war aber, dass wir in Polen sogar Fans hatten.

Da es das letzte Match auf der WM 2014 war, bekamen alle Spielerinnen und Trainer aus Österreich eine Erinnerungsmedaille an die WM. Nach dem Spiel ging es bald wieder nach Hause. Nach etlichen Stunden Autofahrt kamen wir erschöpft, aber mit vielen Erinnerungen und Erfahrungen, zu Hause an.

Wir freuen uns schon auf die kommenden Spiele mit unserer Nationalmannschaft.

Sportliche Grüße

Euer HFC